Vom 06.12.06 bis zum 04.04.07 arbeite ich im Rahmen meines Studiums in der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses in Port Shepstone. Was ich dort und überhaupt in Südafrika erlebe, erfahrt Ihr hier…

Samstag, März 10, 2007

Mal wieder was zum Kopfschütteln.

Meine persönlichen Highlights in der vergangenen Woche waren eine allein durchgeführte Zehamputation und das Annähen zweier fast vollständig abgetrennter Finger. Bei letzterem hätten die Handchirurgen in Deutschland sicherlich die Hände überm Kopf zusammengeschlagen. Hier fand das ganze gestern in der Notaufnahme statt und diente nur zur Fixierung der Finger bis der Patient am Montag (ja 3 Tage später) regulär von den Orthos behandelt werden kann. Vom Rufbereitschaftsplan wurden wir zumindest offiziell wieder gestrichen, weil wir das als Studenten eigentlich noch nicht dürfen (das hat die letzten Monate aber auch nicht gestört). Dafür steht an einigen Tagen jetzt kein OP-Assistent drin, was auch nicht erlaubt ist. Mal sehen, wie dieses Problem gelöst wird. Wahrscheinlich gar nicht und dann wird im Fall der Fälle erstmal rumtelefoniert, wer denn nun mitten in der Nacht kommt oder die leicht überforderte OP-Schwester erlangt plötzlich neue Qualifikationen. Arme Patienten. Der Mensch ist eben oft nicht Mittelpunkt, sondern Mittel. Punkt.