Vom 06.12.06 bis zum 04.04.07 arbeite ich im Rahmen meines Studiums in der chirurgischen Abteilung des Krankenhauses in Port Shepstone. Was ich dort und überhaupt in Südafrika erlebe, erfahrt Ihr hier…

Montag, Dezember 11, 2006

Saowonna!!!

Den gestrigen Regentag haben wir genutzt, um uns von Patrick, einem Zulu, Grundkenntnisse in seiner Sprache anzueignen. Ich glaub, er hatte viel Spaß daran, wie wir uns, an uns unbekannten Klick- und Schnalzlauten, die Zunge verrenkten.

Heute brannte die Sonne zur Abwechslung mal wieder africalike vom Himmel herab und dann war ja noch unser 1. Arbeitstag. Der lief eigentlich wie in Deutschland auch: Der für uns zuständige Mensch war nicht da, wir wurden etliche Male zwischen den Ärzten rumgereicht und dann in die chirurgische Visite rein geschoben. Die war dann auch sehr interessant – die ersten beiden Zimmer waren nur mit Schussverletzten belegt, dann folgten viele gewohnte Krankheitsbilder, nur in viel ausgeprägterer Form als in Deutschland und die Stationsärzte (ein indischer und ein weißer Südafrikaner) erklärten uns auch gleich recht viel. Die Patienten waren zu 90% Zulus. Irgendwann bekamen wir auch den chirurgischen Chefarzt zu sehen. Der hat erstmal sämtliche Verbote für uns runtergerattert. Keine Turnschuhe (Sandalen sind aber seltsamerweise in Ordnung), keine Jeans, keine Shirts (Blusen erwünscht!), kein OP in der ersten Woche und nichts Spitzes anfassen (witzig bei einem chirurgischen Praktikum, oder? Na ja, da reden wir noch mal mit ihm; beim OA in der Notaufnahme dort dürfen wir ja z.B. auch nähen). Insgesamt ist das Krankenhausgelände ein doch recht großer Komplex. Obwohl baulich etwas heruntergekommen, machte das vom Personal verwendete Equipement einen recht modernen Eindruck.

Die Wohnungssuche gestaltete sich einfacher als gedacht. Ab Mittwoch wohnen wir günstig bei einem älteren Ehepaar, was auf seinem (sehr, sehr gesicherten) Grundstück mehrere kleine Wohnungen komplett eingerichtet hat und an einige junge Leute vermietet. Auch die Außenanlagen mit Blick aufs Meer dürfen wir mit benutzen (Pool, Grill und andere nicht ganz überflüssige Nettigkeiten).

Eine südafrikanische Handynummer, für unser social life hier, haben wir jetzt auch – bei Bedarf bitte erkundigen.

1 Comments:

Anonymous Anonym said...

Hi Jule,

Ich wünsch Dir viel Spaß bei Deiner Arbeit und vor allem auch in Deiner Freizeit!!! Bin schon ganz gespannt darauf, über Deine Erlebnisse zu lesen!!!

Viele Grüße,

Dani

9:56 PM

 

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